Wir sind aktiv im Artenschutz

Soll die biologische Vielfalt auf unserer Erde erhalten bleiben, so ist heute der alleinige Schutz von Lebensräumen nicht mehr ausreichend. Dies gilt besonders dann, wenn weitgehend zerstörte, zerstückelte oder fragmentierte Biotope vorhanden sind.

Zoologische Gärten und ähnliche Einrichtungen können zur Erhaltung bedrohter Tierarten beitragen, indem sie neben wissenschaftlicher Grundlagenforschung, Reservepopulationen für die Natur bereitstellen, welche Voraussetzungen für Projekte der Wiederansiedlung in der Natur sind.

Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) stimulieren und koordinieren diese Bemühungen. Wiederansied-lungsprojekte müssen in jedem Fall sorgsam geplant, vorbereitet und durchgeführt werden. Faktoren, die das Verschwinden einer Tierart verursacht haben, müssen beseitigt werden. Trotz aller Schwierigkeiten gibt es inzwischen viele Beispiele für erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekte, z.B. das Goldgelbe Löwenäffchen in Brasilien, das Europäische Wisent, etc.

Tiere im Zoo sind Botschafter ihrer bedrohten Arten und werben stellvertretend für viele andere für den Schutz der Natur und die Erhaltung der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. Zoologische Gärten bieten die einmalige Möglichkeit, Tiere, denen man sonst nicht direkt begegnen kann, persönlich kennen zu lernen und zu erleben. Der Zoobesucher sieht nicht nur lebende Tiere, er kann auch ihr Verhalten beobachten, sie riechen, fühlen und hören.

Obwohl auch der Zoo nur Ausschnitte aus der Natur präsentiert, vermittelt er doch nachhaltige Eindrücke von einzelnen Tierarten und der Vielfalt der Tierwelt unserer Erde. Keine andere Einrichtung kann so viele Menschen auf so eindrückliche Weise von der Notwendigkeit des Artenschutzes überzeugen. Der Westküstenpark & Robbarium St. Peter-Ording beteiligt sich am europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Weißnackenkraniche und Bernierenten.

Der Westküstenpark & Robbarium St. Peter-Ording ist Mitglied von:


Wir sind aktiv im Tierschutz

Seit Jahren werden im Westküstenpark & Robbarium immer wieder kranke oder verletzte Tiere abgegeben, die hier gesund gepflegt werden. Verwaiste Jungtiere werden aufgenommen, aufgezogen und wieder in die Natur entlassen.

Stellvertretend für unsere Arbeit schildern wir einige Beispiele:
In vielen Fällen gelingt die Auswilderung von Wildtieren. Besonders dann, wenn nur ein kurzer Aufenthalt in Menschenobhut nötig war, wie bei unseren beiden Basstölpeln, die in St. Peter-Ording und Kating abgemagert und erschöpft aufgegriffen wurden. Einer hatte sich in Schnüren verheddert. Beide wurden gesund gepflegt und auf Helgoland wieder ausgesetzt, wo die einzige, deutsche Brutkolonie von Basstölpeln lebt.

Reha-Station
Im Westküstenpark & Robbarium ist eine Reha-Station für verölte Seevögel aufgebaut worden. Ölverschmutzte Vögel werden hier fachkundig versorgt, gereinigt und wieder ausgewildert. Daran sind neben dem Westküstenpark & Robbarium die Internationale Tierschutzorganisation IFAW, die Gemeinde St. Peter-Ording, die Tierschutzorganisationen Terra mater, Tierhuus Insel Föhr, Oelvogelhilfe Germany, Project Blue Sea und der Förderverein Westküstenpark e.V. beteiligt.


Wir sind aktiv im Naturschutz

Im Westküstenpark & Robbarium kann man Tiere und Pflanzen der Küstenregion und typische Landschaftselemente kennen lernen ohne zusätzlich wertvollen Naturraum betreten zu müssen. Die Parkfläche umfasst 14,5 ha. Neben klassisch genutzten Grünlandflächen werden naturnah große Teile des Parks als Wasserlandschaft entwickelt. Sie stehen im ökologischen Verbund mit der Eiderstedter Landschaft.

Nicht nur Naturfotografen schätzen unseren Park wegen seiner ungewöhnlich hohen Zahl an verschiedenen Weidenarten, sondern auch Pflanzenspezialisten kommen zu uns, um seltene Tiere in natürlicher Umgebung fotografieren und filmen zu können, so z.B. den Rothalstaucher.

Etwa 6-8 Weißstorchpaare brüten jedes Jahr bei uns. Der Nachwuchs wird beringt, um noch mehr über Zugwege und Lebensweise dieser faszinierenden Vögel zu erfahren. Die bei uns geschlüpften Jungstörche fliegen Ende August/Anfang September nach Süden. Normalerweise fliegen Störche vom westlichen Teil Europas über die Westroute (Gibraltar) und die „Oststörche" über die Ostroute (Bosporus) um das Mittelmeer. Durch Ringfunde in Prag und Lyon hat sich aber gezeigt, dass erstaunlicherweise von einem Geschwisterpaar aus dem Westküstenpark je ein Storch auf der West- und einer auf der Ostroute in den Süden geflogen ist. Unsere letzte, aktuelle Ringfundmeldung aus dem Jahre 2004 belegte uns, dass ein Westküstenpark-Storch bis an die Elfenbeinküste (über 5000 km Entfernung) geflogen ist.

Wir haben auf dem Parkgelände zwei Pflanzenkläranlagen angelegt, die uns helfen, Wasser auf natürliche Weise zu reinigen, um es anschließend wieder zu verwenden.